Mevlana Museum in Konya & Tanzende Derwische
Feb
18
Derwische (Sufi-Orden, Sufismus = Quelle der Weisheit, Erleuchtung der Klugheit) sind Angehörige einer Ordensgemeinschaft und sind bekannt für ihre Bescheidenheit und Disziplin.
Tanz der Derwische
Der Mevlevi-Orden ist nach seinem “Meister“ Dschalal ad-Din Muhammad Rumi – auch bekannt als „Mevlana“ – benannt. Rumi lebte von 1207 bis 1273. Zu dieser Zeit regierten die Rum-Seldschuken in Anatolien, wo der Beiname „Rumi“ herrührt. Rumi wurde im Mausoleum, dem heutigen Museum in Konya beigesetzt. Von 1925 bis 1954 waren sämtliche religiösen Aktivitäten verboten, so auch die Sema-Zeremonien der Mevlevi-Derwische.
Seit 1954 findet der kreisend drehende Tanz der Derwische alljährlich anlässlich des Todestages des Rumi am 17.12.1273 in Konya (Ursprungsort des Ordens) wieder statt.
Im Tanz verfallen die Derwische in eine Art Trance und Selbstvergessenheit um mit Allah in Kontakt zu treten (Sema). Zu Beginn des Tanzes steht der Sheik (Ältester) auf einem Schaffell. Die Derwische tragen ein weißes Gewand, einen beigefarbenen Hut und einen schwarzen Umhang. Gemeinsam wird Andacht gehalten. Danach holt jeder die Erlaubnis zum Tanz beim Sheik, legt den schwarzen Umhang ab und beginnt sich zunächst langsam, später schneller um die eigene Achse und in gleicher Richtung zu drehen, wobei die rechte geöffnete Hand nach oben zum Himmel zeigt, um den die göttliche Weisheit zu empfangen und die linke geöffnete Hand nach unten zur Erde weist, um die göttliche Weisheit zu verteilen. Ebenso wird die Tanzfläche umrundet.
Der Tanz wird von Trommeln und/oder Flöten begleitet. Wenn der Sheik ein Zeichen gibt, hören die Musiker auf zu spielen, die Tänzer hören auf sich zu drehen und legen den schwarzen Umhang wieder um.
Quelle:side-manavgat.de















































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